Isländer
Aktualisiert (Montag, den 11. Oktober 2010 um 08:40 Uhr)
„Pferde zwischen Feuer und Eis“

Mitte des 9. Jahrhunderts brachten die ersten Siedler keltische und germanische Ponys nach Island, wo sich die Rasse ungestört entwickeln konnte.
Island ist reich an Sagen: eine erzählt von einem Althing - einer altgermanischen Gesetzesversammlung - das im Jahr 930 ein Einfuhrverbot für Pferde beschloss. Zumindest gibt es noch heute ein Gesetz, das den Import von Pferden verbietet. Und keine andere Pferderasse konnte sich über Jahrhunderte ohne Einfluss anderer Rassen so ungestört entwickeln. Die harten Lebensbedingungen auf der Vulkaninsel haben eine kleine, robuste, genügsame und vielseitig einsetzbare Pferderasse geschaffen.
Nur etwa ein Viertel Islands ist mit Pflanzen bedeckt. Der Rest sind Lava-Landschaften und Gletscher. Bis auf einige spärliche Birkenwälder gibt es so gut wie keine Bäume auf Island. Üppige Graslandschaften, Flechten und Moose prägen die Vegetation. Durch die häufigen Ascheregen sind die Böden eigentlich recht fruchtbar und mineralstoffhaltig, dennoch liefern die Pflanzen nur karges, eiweißarmes Futter. Isländer können diese spärliche Nahrung sehr gut verwerten. Die gute Futterverwertung hat sich im Erbgut verankert - der Isländer benötigt meist viel weniger Futter als vermutet.


