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Bei Leberproblemen richtig füttern

Aktualisiert (Donnerstag, den 19. August 2010 um 08:30 Uhr)

Kennzeichen / Ursachen:
Die Leber ist das Zentrallabor des Organismus, an ihr kommen die Nährstoffe nicht vorbei. Sie produziert das Gallensekret aus (5-6 kg pro Tag), reguliert den Kohlenhydrat-, Fett- und Hormonstoffwechsel, speichert Vitamine, Spurenelemente und Blut und ist in der Lage Stoffwechselprodukte zu entgiften.
Man unterscheidet zwischen direkten Lebererkrankungen (z.B. Befall mit Parasiten) und indirekten, die Folge einer anderen Erkrankung wie z. B. Hufrehe, Vergiftungen, Kreuzverschlag oder auch falscher Fütterung sind. Eine Schädigung der Leber wird meist erst spät erkannt, da eine kranke Leber keine Schmerzen verursacht. Es gibt auch keine eindeutige klinische Symptomatik. Die unspezifischen Symptome sind Apathie, Appetitlosigkeit und infolge dessen auch mangelnde Leistungsbereitschaft. Wenn die Funktion der Leber gestört ist, ist auch  die Versorgung des gesamten Organismus mit Nährstoffen nicht mehr gewährleistet. Die Nährstoffe aus der Nahrung werden von der Leber in körpereigene, verwertbare Verbindungen umgewandelt, körperfremde, toxische Stoffe werden von der Leber in unschädliche Verbindungen umgewandelt und können dann ausgeschieden werden. Fehler in der Fütterung führen zu einer Verschiebung des Darmgleichgewichts. Dabei entstehende giftige Stoffe müssen von der Leber entsorgt werden. Diese hohen  Belastungen machen die Leber häufig krank.

Fütterungs- und Haltungs-Tipps bei klinisch abgeklärter Leberfunktionsstörung:
- Eiweiß- und Energiezufuhr in einer der Leberstoffwechsel nicht belastenden Form.
- Zufuhr von Vitamin A, D, E, und K, da diese von der Leber in den Blutkreislauf abgegeben werden.
- Zufuhr kurzkettiger Aminosäuren als Energie- und Proteinquelle
- Lösliche Kohlenhydrate und hochwertige energiearme Eiweißquellen.
- Heu, Haferstroh, Mais. Leguminosen, Luzerne, Sojabohne und Hafer sollten vermieden werden.
- Kleinere Mengen häufiger füttern
- Fütterung von Hefe fördert die Darmflora und wirkt Störungen im Darm entgegen.
- Leinsamen zur Anregung der Verdauung.

Fütterungsempfehlung:

Beispiel-Ration für einen Isländer 400 kg, Erhaltung bis leichte Arbeit:

4 kg Heu
1,5 kg HEU-FLAKES
0,5 kg MASH verteilt auf mehrere kleine Portionen
50 ml Leinöl
25 g HEPADURE intervallmäßig über 20 Tage