Wählen Sie eine Sprache

German English French Italian Russian Spanish

Produktempfehlung

MASTERHORSE Bronchosoft

mh-bronchosoft

Unterstützt das Bronchialsystem und sorgt für harmonische Atemwege.


MASTERHORSE Bronchorapid

mh-bronchorapid

Unterstützt das Bronchialsystem und sorgt für freie Atemwege.


MASTERHORSE Einzelkräuter

mh-einzelkruter

Hier geht´s zu unseren Einzelkräutern.

Google+

DruckenE-Mail

Kräuter

Aktualisiert (Donnerstag, den 19. August 2010 um 08:12 Uhr)

Mit Kräutern und Kräutermischungen ist das so eine Sache. Auf der einen Seite versucht man möglichst auf Chemie zu verzichten und setzt auf die "Heilkräfte der Natur", andrerseits bleiben oft Zweifel: helfen Kräuter meinem Pferd denn wirklich?

Grundsätzlich gilt beim Thema Kräuter, in der Fachsprache "Teedrogen" genannt: richtig zusammengestellt und ange- wendet, haben sie sehr wohl eine positive Wirkung auf den Organismus des Pferdes bzw. unterstützen die Heilung. Kräutermischungen wollen und können freilich nicht den Tierarzt, bestimmte Behandlungsmethoden oder Medikamente ersetzen.

Weniger ist mehr
Was "richtig zusammengestellt" heißt, lässt sich am Beispiel von Bronchialkräutermischungen anschaulich erklären. Bronchialkräuter haben sich in den letzten Jahren auf dem Markt etabliert, unzählige Halter haben die mehr oder weniger positive Wirkung verschiedenster Mischungen bei ihrem von Husten oder Bronchialerkrankungen geplagtem Pferd erlebt. Angesichts der Fülle unterschiedlichster Mischungen werden viele bereits beim Kauf verunsichert. "Hätte ich vielleicht nicht die andere..." Aber welches ist denn die richtige Zusammenstellung?

Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr! Aufgrund einer wichtigen pharmazeutischen Grundregel sollten gute Kräuter- mischungen aus nicht mehr als vier bis sieben verschiedenen Kräutern bestehen. Anis, Fenchel, Süßholzwurzel und Thymian wirken beispielsweise besonders bei verschleimten Bronchien, Eibisch- und Huflattichblätter sowie Isländisch Moos verringern vor allem den Hustenreiz. Eine Komposition aus 20 oder mehr Kräutern, wie von einigen Herstellern angeboten, stellt einen zumeist untauglichen Therapie- versuch dar. Die einzelnen Kräuter sind zwangsläufig unterdosiert, in Ausnahmefällen können sie sich sogar in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben.

Vorsicht vor Nebenwirkungen!
So unbestritten die positiven Wirkungen bestimmter Kräuterzubereitungen bzw. einzelner Kräuter sind, zu beachten sind freilich auch unerwünschte Nebenwirkungen mancher Kräuter. In Verruf geraten ist beispielsweise die Beinwellwurzel, die gerne bei Rheuma oder Arthrose eingesetzt wird. In Langzeit-Untersuchungen an Ratten wurden kanzerogene, also krebserregende Eigenschaften nachgewiesen. Dies gilt - allerdings nur bei überhöhter Dosierung - auch für Huflattichblätter, die den Hustenreiz mindern. Ebenfalls mit etwas Vorsicht zu genießen: Johanniskraut, wirkungsvoll bei Nervosität und seelischer Erschöpfung, sensibilisiert in höheren Dosierungen die Haut. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu meiden.

Pferde sind "Teeliebhaber"
Für die richtige Anwendung sollte man sich am besten etwas Zeit nehmen. Natürlich kann man die Kräuter in der entsprechenden Dosierung pur verfüttern (eventuell vorher anfeuchten!) oder unters Futter mischen. Eine noch bessere Wirkung erzielt man allerdings, wenn die Kräuter tatsächlich als Teezubereitet werden.
Pferde sind große Teeliebhaber. Die meisten mögen ihn übers Futter gegossen, manche schätzen ihn auch als Getränk. Öfters eine kleinere Menge zu verabreichen ist besser als einmal am Tag eine große Menge. Diese Regeln gelten natürlich nicht nur für Bronchialkräuter sondern für so gut wie alle Kräuterzubereitungen. Bei der Lagerung von Kräutern heißt es auf einen möglichst lichtgeschützten, trockenen und kühlen Raum zu achten.

Grundsätzlich sollte man Kräuter nicht unkritisch über einen längeren Zeitraum verfüttern sondern als Kur über zwei bis vier Wochen anwenden. Zudem sollte man bei der Behandlung mit Kräutern etwas Geduld mitbringen und sich nicht sofort Wunderdinge versprechen. Fortschritte dauern oft länger, allerdings ist die Rückfallquote geringer. Und eine längere Erholungszeit für das Pferd wirkt sich nicht zuletzt positiv auf Körper und Seele aus.

 

Ein Auszug aus dem Newsletter Oktober ´09:

Kräuter richtig füttern

Kräuter, Wurzeln und Rinden enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, die den Stoffwechsel des Pferdes unterstützen und Mineralstoffe liefern. Das Pferd in freier Wildbahn hat früher auf Wiesen eine Vielfalt an Gräsern und Kräutern vorgefunden, Wurzeln ausgegraben oder bei Bedarf an Rinden geknabbert. Heutzutage ist die Fütterung häufig einseitig und vitalstoffarm. Kräuter sind da eine sinnvolle Ergänzung in der Pferdefütterung. Die einfachste Variante ist getrocknete Kräuter unter das Futter zu mischen. Die Wirkstoffe können sich jedoch besser entfalten, wenn sie richtig zubereitet werden. Durch die Zugabe von Wasser werden die Inhaltsstoffe besser verfügbar gemacht und vom Körper leichter aufgenommen. Bei Pferden empfi ehlt es sich die Kräuter mit nicht zu viel Wasser zu bedecken. Verfüttert werden dann sowohl der Sud als auch die Kräuter.

Überbrühen - Die häufi gste Art
Diese Art der Zubereitung wird auch „Infus” genannt und eignet sich für Blüten, Blätter, Kraut und auch Früchte mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen (Anis, Fenchel). Die Pfl anzenbestandteile werden mit kochendem Wasser übergossen und 5-10 Min. ziehen gelassen. Die harten Früchte werden vor dem Überbrühen zerstoßen, so kann sich die Wirkung besser entfalten. Bei einem hohen Anteil an ätherischen Ölen ist ein Deckel sinnvoll, damit die ätherischen Öle sich nicht verfl üchtigen.
Geeignet z.B. für: Anis, Artischocke, Fenchel, Kümmel, Lindenblüten, Pfefferminze, Spitzwegerich und Thymian.

Abkochen - Für harte Fälle
Das Abkochen oder auch „Dekokt” genannt eignet sich für harte Wurzeln oder Rinden. Hier reicht es nicht die harten Bestandteile nur zu Überbrühen, die Zellwände der harten Bestandsteile brechen so nicht auf. Besser ist es die Pfl anzenteile von z.B. Süßholzwurzel oder Weidenrinde für ca.  30 Min. zu kochen. Danach lässt man den Sud ziehen.
Geeignet z.B. für: Hopfenblätter, Süßholzwurzel und Weidenrinde.

Kaltansatz - Für Besondere
Der Kaltansatz oder auch „Kalt-Mazerat” kann prinzipiell für alle Kräuter verwendet werden. Besonders wichtig ist er jedoch für Kräuter, deren Wirkstoffe sich durch die Hitze verändern, wie z.B. Schleimstoffe. Die Eibischwurzel ist reich an Schleimstoffen, die bei Hitze verkleistern.
Geeignet z.B. für: Baldrianwurzel, Eibisch, Malvenblätter und Leinsamen.

Mit der richtigen Zubereitungsart können die Kräuter ihre volle Wirkung entfalten und sind für das Pferd schneller wirksam.