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Fellwechsel
Aktualisiert (Dienstag, den 14. September 2010 um 07:28 Uhr)
Gezielt füttern im Fellwechsel
Für den Pferdekörper bedeutet der Fellwechsel eine besondere Anstrengung. Spezielle Futterzusätze können den Fellwechsel gezielt unterstützen.
Im Fellwechsel muss der Organismus auf der einen Seite Haare neu bilden, andererseits einiges an Haaren loswerden (im Frühling). Das kostet Kraft und kann bei empfindlichen Pferden zusätzlich den Kreislauf belasten. Gerade Stallpferde haben mit dem Fellwechsel größere Probleme als Robustpferde, weil sie weniger durch klimatische Reize - höhere Temperaturen, Wärme und längere Tage – stimuliert werden.
Neben einer intensiven Pflege des Fells kann vor allem die Fütterung wertvolle Dienste leisten, den Aufbau des neuen Fells zu erleichtern. Neben einer ausreichenden Grundversorgung mit Mineralien und Vitaminen sind folgende Futtermittel zu empfehlen:
· Leinsamen fördert das Haut- und Haarwachstum sowie die Verdauung
· Produkte mit natürlicher Bierhefe (der Vitamin B-Komplex) unterstützen den Haarwechsel und wirken ausgleichend auf die Darmflora
· Stoffwechselfördernde Kräuter (z.B. Löwenzahn oder Brennnesseln) oder Säfte (z.B. Birkenblätterpresssaft) wirken entschlackend und helfen, Schadstoffe nach außen zu transportieren
· Immunstimulierende Kräuter oder Säfte (mit Echinacea) erhöhen die Widerstandskraft des gesamten Organismus.
Unsere Empfehlung: Keinesfalls alle Produkte zusammen füttern und nach dem Fellwechsel die Dosis wieder reduzieren. Kräuter-Zubereitungen möglichst als Kur über etwa 3 Wochen füttern.
Wussten Sie schon…
...dass mit Beginn der kühleren Jahreszeit eigentlich gar kein “Fellwechsel” stattfindet?
Während das Pferd im Frühjahr tatsächlich sein Winterfell verliert und sich ein neues, dünneres Haarkleid zulegt, wachsen zu Beginn des Herbstes die kurzen Haare in die Länge. Zudem bilden sich neue, leicht gekräuselte Wollhaare zwischen den längeren Deckhaaren.
...dass nicht die Temperatur der entscheidende Auslöser für den Beginn des Fellwechsels ist?
Zwar gehört auch sie neben Rasse, Gesundheitszustand, Alter oder Haltungsformen zu den auslösenden Faktoren. Die entscheidende Rolle aber spielt das Tageslicht. Werden die Tage kürzer, legt sich das Pferd sein dichteres Winterfell zu.
...dass sich die Langhaare dem Fellwechsel hartnäckig verweigern?
Mähne und Schweif wechseln nicht periodisch sondern kontinuierlich über das ganze Jahr.





